Fahrtengruppe 2

Kirkjubaejarklaustur - Landmannalaugar - Laugavegur - þorsmörk - Skógar

Alex, Can, Edith, Jakob, Kathi, Leon, Roman

| 1. Teil | 2. Teil" | Ablauf |

Die Route - 1. Teil

Wir haben unsere Tour in zwei Teile geteilt. In der ersten Woche sind wir von Kirkjubaejarklaustur zu dem, für seine heißen Quellen beliebten, Ort Landmannalaugar gewandert. Nachdem wir am 06.08 um ca. halb eins morgens am Flughafen Keflavik angekommen sind, haben wir den Shuttlebus zum Busterminal BSI in Reykjavik genommen. Da unser Bus nach Klaustur schon um 7:30 Uhr fahren würde, entschieden wir, die Nacht nicht am Campingplatz, sondern am BSI zu verbringen. Dort verschickten wir auch gleich ein Essenspaket mit dem mitgebrachten Essen nach Landmannalaugar. Wir wurden zwar um vier Uhr geweckt, aber wenigstens war es warm. Am Morgen sind wir dann durch die Stadt zur Harpa Concert Hall gelaufen, von wo unser Bus abfuhr.
Nach mehreren Stunden Busfahrt, welche wir allerdings zum Aufholen des verpassten Schlafes nutzten, kamen wir endlich an der isländischen Küste in Kirkjubaejarklaustur an. Wir kauften an der Tankstelle vor Ort noch die letzten Lebensmittel, sowie Gaskartuschen und stärkten uns mit einem kleinen Mittagessen. Dann ging es auch schon los die Ringstraße entlang bis zur Route F206. Diese nahmen wir und kamen ziemlich schnell von der flachen Küste ins bergige Hochland. Wir machten noch einen kleinen Abstecher zu einem imposanten Canyon, schafften aber dennoch für den ersten Tag gute Kilometer. Wir fanden einen Schlafplatz an einer abgelegenen Stelle an einem kleinen Bachlauf. Gleich am Abend fing es an zu regnen, wir kochten im Vorraum unseres Zeltes und aßen, wie es für uns üblich werden sollte, getrennt in den Zelten.
Nachdem das Wetter am ersten Tag durchweg gut war, änderte sich dies am zweiten Tag. Zeitweise kam uns der Regen senkrecht entgegen, was sich erheblich auf die Stimmung auswirkte und weshalb an diesem Tag auch so gut wie keine Fotos entstanden. Die Landschaft war hügelig, durchweg mit Gras und Moos bewachsen und überall waren Schafe in kleinen Dreiergrüppchen unterwegs. Zwischendurch mussten insgesamt drei Flüsse durchwatet werden.
Dies änderte sich, mit dem Abbiegen von der Straße auf einen kleinen Reiterweg. Dieser führte durch eine sumpfige Landschaft zu einem riesigen Flussdelta, über welches allerdings laut Karte eine Brücke führte.

 

 


Wir fanden am Rande des Flusses einen Bauernhof mit drei Häusern, welche alle leer waren. So schliefen wir an einem kleinen See unterhalb der Häuser.

Am nächsten Morgen stellte sich heraus, dass der Fluss ohne Brücke wohl unpassierbar wäre. Wir überquerten das Delta und trafen nach einigen Kilometern auf die Straße F208, welche direkt nach Landmannalaugar führte. Überraschenderweise war die Straße ziemlich befahren. Man sollte meinen, dass alle paar Minuten ein Auto nicht weiter nervt, wenn man sich allerdings auf einen einsame Wildnis einstellt, wird man enttäuscht, da der Verkehr auf Dauer wirklich nervt. Das Tagesziel war ein relativ weit entfernter Campingplatz, so wurde wie immer wenig Zeit verschwendet. Die Landschaft ist immer noch hügelig und durchweg grün, allerdings werden die Hügel zusehens steiler und das Gelände bergiger. Auf Island ist es nie wirklich warm, ohne Fleece und Mütze kommt man selten aus, aber nachdem das Wetter den ganzen Tag, bis auf den immer gleichen Wind, ziemlich gut war, begann es am Abend noch einmal richtig zu schütten. Zum Glück erreichten wir den Campingplatz und die Besitzerin stellte uns freundlicherweise eine Hütte zum Aufwärmen und trocknen zur Verfügung.
Am Tag darauf begann es richtig bergig zu werden. Eigentlich war ein Abstecher in eine weite Schlucht mit Wasserfall geplant, aber da der Wasserfall einen Umweg von 8 km bedeuten würde, entschieden wir, lieber diese Kilometer weiter voranzukommen. Kurz nach dem Eingang zur Schlucht wurde es auf einmal richtig steil (siehe Fotos), eine 2 km lange Straße führte komplett linear einen Berg herauf. Das war dann aber auch der heftigste Anstieg der gesamten Tour. An diesem Tag mussten wieder zahllose Flüsse gefurtet werden, allerdings war keine Furt wirklich schwer zu meistern. Wir haben durch unser relativ schnelles Gehtempo jeden Tag erstaunlich viele Kilometer geschafft, wodurch wir damit rechneten, am folgenden Tag in Landmannalaugar anzukommen, was bedeutet, hier das letzte mal wild zu campen. Am Tag änderte sich das Wetter und wir lernten, den Wind auf Island nicht zu unterschätzen, was wir durch eine verbogene Zeltstange schmerzvoll erfahren mussten.
Weiter geht es mit Teil 2.

Die Route - 2. Teil Laugavegur

Am frühen Abend kamen wir in Landmannalaugar an, wo sofort die Zelte aufgestellt wurden, danach hieß es: Ab in die heißen Quellen! Der nächste Tag war ein Pausentag, da wir durch unser schnelles Gehtempo zwei Tage früher da waren, als geplant. Die einen erklommen einen nahe gelegen Berg, die anderen erholten sich in den heißen Quellen von den Strapazen der letzen Tage.
Am Tag darauf machten wir uns auf zum Laugavegur, die Stimmung war durch den Pausentag und durch das gute Wetter allerdings deutlich besser als vorher und ab nun waren wir jeden Abend auf einem Campingplatz. Leider gingen wir hier nur zu 5., da Kathi wegen ihres Knies nicht weiter gehen konnte und Roman und Jakob netterweise mit ihr in Landmannalaugar blieben und nachkommen sollten, sobald Kathi zu Fahrtengruppe 3 hinzustoßen konnte.
Der erste Teil des Weges nach Haftrinnusker führte durch ein Lavafeld, nach wenigen Minuten ging es die Flanken eines Berges hinauf. Die Landschaft änderte sich wieder, aus Geröllfeldern wurden Schwefelgase und danach die typisch, bunte Landschaft wie man sie von den Bildern kennt. Nach ca. 1,5 h stoßen wir auf Gruppe 3, nach ein weinig Erfahrungsaustausch geht es weiter, eine kleine Anhöhe hinauf und vor uns breitet sich eine Ebene aus, übersäht von glitzerndem Obsidian. Nun mussten wir nur noch ein Schneefeld überqueren und schon waren wir an der ersten Hütte zur Mittagszeit angekommen.
Da 1. keiner so wirklich von dieser Strecke angestrengt war und 2. wir vom ersten Teil der Fahrt viel längere Strecken gewohnt waren und 3. der Campingplatz aus einem Geröllfeld bestand und 4. der höchste Punkt des Laugavegurs hiermit erreicht war (von nun an sollte es parktisch nur noch bergab gehen) und 5. ein weiterer Tag Pause am Alftavatn ziemlich vielversprechend klang, entschieden wir, beide Etappen (von Landmannalaugur hoch nach Hafrtinnusker und von Haftrinnusker wieder runter nach Alftavatn) von je ca. 11 km zusammen zu legen. Nummer 4 bewahrheitete sich nicht ganz, da der Weg zwar insgesamt nach unten ging, aber ständig Berg-Zungen überquert werden mussten, wodurch es eher ein ständiges bergab-bergauf über Schneefelder wurde. Etwas deprimierend ist es, wenn man nach 2 Stunden laufen immer noch die Hütte am Horizont sieht. Aber das Tal nach der Hütte war dann irgendwann doch durchquert und es ging einen weiteren, ziemlich steilen Berg hinauf, wobei man schon nach wenigen Kilometern einen atemberaubenden Ausblick auf den Alftavatn und Umgebung genießen konnte. Der darauf folgende Abstieg war allerdings ziemlich lang, steil und für die meisten auch schmerzvoll. Irgendwie schafften wir es dann doch und wir genossen unser Abendessen im Schatten der Hütte am Alftavatn, zu deutsch, Schwanensee.
Die andere Gruppe hatte es bereits erzählt, aber am nächsten Tag mussten wir es natürlich überprüfen: Der Schwanensee war zwar mehrere Hundert meter lang, allerdings war er nie tiefer als 1 m, wodurch man ihn auch bequem durchwaten könnte. An diesem Pausentag suchten drei von uns noch eine angeblich nahe gelegene Schlucht, welche wir nach einer Stunde suchen auch irgendwann gefunden haben. Am Abend trafen Roman und Jakob wieder zu uns.

 

 


Drei von uns erklommen noch am Abend zusammen mit Gill, einem israelischen Wanderer, welchen Roman und Jakob unterwegs getroffen haben, einen der Berge am See mit einer fabelhaften Aussicht auf die umliegenden Gletscher Mydralsjökull und Eyjafjallajökull.
Am nächsten Tag hieß es: Wüste. Die ersten Kilometer und auch die erste Furt waren noch relativ grün, doch dies wich ziemlich schnell einer weit ausgedehnten Wüste aus Lava Sand. Mittendrin waren noch zwei große Furten, die größten der ganzen Fahrt, welche beide über die Knie gingen. Dennoch ist es sehr angenehm, durch diese Wüste zu laufen und man kommt gut voran. Die Wüste hatte ein ziemlich plötzliches Ende bei einem Engpass zwischen zwei Bergen. Danach war wieder vermehrt Grünes zu sehen und die Hütte war auch gleich um die Ecke.
Der nächste Tag sah wieder ganz anders aus: Es war der letzte Teil des Laugavegurs und die Landschaft wurde immer bewachsener, bis man plötzlich in einem echten Birkenwald stand, was nach der Wüste und den Bergen eine echt Überraschung ist. Hier entschieden wir uns, nicht den offiziellen Campingplatz zu nehmen, sondern einen von der anderen Gruppe empfohlenen mit kostenloser Dusche und Sauna sowie Aufenthaltsraum.In eben diesem planten wir die letzte Etappe, wir wollten den Laugavegur über die Hochebene Fimmvörduhals zwischen den Gletschern Mýrdalsjökull und Eyjafjallajökull laufen. Der Weg führte über die frischen Lavafelder des letzten Ausbruchs des Eyjafjallajökull. Allerdings ist der Aufstieg auf dieser Seite landschaftlich zwar schön, aber extrem anstrengend. So entschied Edith aus gesundheitlichen Gründen hier abzubrechen, um am nächsten Tag den Bus nach Reykjavik zum Campingplatz des Abschlusslagers zu nehmen. Eigentlich ist der Berg in zwei Tagesetappen unterteilt, allerdings ist die Hütte auf dem Kamm des Berges gebaut, wodurch es dementsprechend windet. Außerdem haben wir von Gruppe 3 erfahren, dass sie nur zelten konnten, weil der Hüttenwart ihnen Windschutz mit seinem Jeep gewährt hat. Nach einem beschwerlichen Aufstieg bei einem Wetter, welches bestenfalls als wechselhaft bezeichnet werden kann, kommen wir oben an und werden mit einem herrlichem Ausblick belohnt, allerdings ist der Wind so heftig, dass sogar das Regencape des Rucksacks wegfliegt. Da wir nicht einmal einen Platz zum Mittagessen finden, entscheiden wir, ohne Essen so weit zu gehen wie wir können, um bestenfalls den 9 Uhr den Bus in Skógar nach Reykjavik zu erwischen.

Der Abstieg zog sich zwar extrem hin, allerdings war ist das Wetter auf dieser Seite des Berges sonnig und es ist auch nie wirklich steil, so schaffen wir das Wunder doch und kommen am Abend ziemlich erschöpft, aber glücklich nach 25 km in 6 Stunden mit nur 1 h Pause und 1000 Höhenmetern, hoch wie runter, am Skógarfoss an. Der Bus kommt relativ pünktlich, von der Fahrt selbst bekommen wir aber vor Erschöpfung wenig mit.
In Reykjavik am BSI angekommen saßen wir dann allerdings fest ,weil es schon so spät war. Schlussendlich entscheiden wir uns für ein Taxi, wobei unser Fahrer allerdings erstmal keine Ahnung hat, wo er hin musste. Irgendwann wurden wir auf irgendeiner Straße irgendwo in Hafnafjördur ausgesetzt, wo wir auch nach einiger Suche den Campingplatz entdeckten.
Und damit begann dann das Abschlusslager .

Der Ablauf

Die letzte Woche verbrachten wir alle gemeinsam auf einem Campingplatz in Hafnarfjördur nahe Reykjavik. Die Bilder kannst du dir auf der Island Hauptseite anschauen.