Isle of Skye vom 16.08. - 1.09.

Auch dieses Jahr machten sich die Pfadfinder des Stammes Robin Hood wieder auf um die weite Welt zu entdecken und neue Pfade zu finden- diesmal nach Schottland. Geplant war eine 10-tägige Wanderung auf der Isle of Skye mit anschließendem 3-Tage-Abeschlusslager in Edinburgh. Aber wie immer im Leben, kommt es anders als geplant und die Fahrt stellte sich als abenteuerlicher und spontaner heraus als gedacht.

Aber alles von Anfang an. Am 15. August trafen sich 10 Rover und 7 Secuias am Waldhäusel, um noch einmal alles Material und Essen zu checkenÜ und zu verteilen, bevor es am nächsten Morgen losging. Nach einem kleinen Singekreis am Abend, gingen alle früh ins Bett, da der Wecker auf halb sechs gestellt war. Trotz der Frühe am nächsten Morgen, Schienenersatzverkehr und Regen, war die Stimmung ausgelassen und jeder freute sich auf die Fahrt, bzw. den Flug- für einige ihr erster Flug ;).
Ü
ber London ging es weiter nach Edinburgh, wo wir die erste Nacht verbrachten, um am nächsten Tag weiter auf die Isle of Skye zu unserem Ausgangspunkt zu fahren. Nach 8 Stunden Busfahrt hatten wir endlich den Startpunkt des Skytrails erreicht und freuten uns alle aufs wandern. Gleich am ersten Abend in der Natur, lernten wir unsere nun ständigen Begleiter die Midges kennen. Midges sind kleine Mücken, die in Schwärmen auftreten, überall sind, nerven und stechen. So entwickelte jeder schnell eine eigene Technik gegen unsere lästigen Begleiter und gegessen wurde nur noch mit 100 Meter Abstand zur nächsten Person um eine Midgesplage zu vermeiden.
Die folgenden drei Tage machten wir unserem Namen alle Ehre: suchten uns den richtigen Pfad raus, um die vielen kleineren Hügel gut zu überqueren, zelteten in der freien Natur, aßen Reis/Spaghetti mit Tütensoße und badeten in Seen.Leider war uns das Glück am vierten Wandertag nicht mehr so gesonnen. Ein Secuia knickte beim Abstieg mit seinem Knöchel um und es war ziemlich schnell klar, dass für ihn die Fahrt hier leider zu Ende sein würde. So mussten wir einen Helikopter rufen und ihn mit zwei Begleitern ins nächste Krankenhaus fliegen lassen. Aber damit noch nicht Pech genug. Wegen dem Unfall und dem miserablen Wetter waren die Übrigen gezwungen ihre Zelte in einem nahe gelegenen Flussbett mit einem Bächlein aufzustellen, welcher durch den Regen anschwoll und zwei Zelte flutete. Also wurde zur Vorsicht noch einmal an diesem Tag der Notruf gewählt und unsere Situation geschildert.Zu unserem Glück ließ der Regen nach und wir konnten die Nacht in unseren verbliebenen Zelten überstehen, zwar sehr kuschelig und eng, aber immerhin. Trotz unserer Entwarnung schaute die Bergwacht vorbei, welche gerade wegen einem anderen Einsatz in der Nähe war,

und beschloss uns ebenfalls mit dem Helikopter abholen zu lassen. Obwohl dies eigentlich aus unserer Sicht nicht mehr nötig war. 
So kamen wir restlichen 16 Pfadis und Rover auch noch in den Genuss eines kostenlosen Helikopterfluges. Der Flug war aber auch noch nicht genug. Wir wurden in Poetry (der Inselhauptstadt) mit heißem Tee und Keksen von der Polizei empfangen und danach aufs Festland nach Kyle zum Roten Kreuz gebracht. Hier durften wir eine Nacht bleiben, unsere Sachen trocknen und uns wieder aufwärmen. Völlig von unserem ursprünglichen Plan abgekommen, mussten wir nun spontan um planen. Während wir auf unsere zwei Krankenbegleiter warteten - unser Verletzter wurde von seinen Eltern abgeholt, die zufällig in Irland waren - beschlossen wir, es noch einmal mit der Isle of Skye zu probieren. Diesmal aber nur mit kürzeren Tagestouren.
Auf unserem Weg zurück auf die Insel erfuhren wir von einer Free Hut direkt am Meer, von welcher man gut Tagestouren machen kann. Gesagt - getan unser nächstes Ziel war die Free Hut bei Elgol. Dort angekommen war die Freude über ein Dach über dem Kopf, Bänke, Tische und eine Feuerstelle groß, da der Wettergott es schon wieder nicht so gut mit uns meinte. So sollte es auch die restlichen Tage bleiben und aus den Tagestouren wurden Karten, bzw. Quatschrunden im Warmen. Nur ein paar Hartgesottene trauten sich dann doch mal für ein paar Stunden in die Umgebung. Von Elgol ging es dann auf direktem Weg nach Edinburgh, wo wir unsere letzten Tage bei Sonnenschein verbrachten. Wir besichtigten die Stadt, kauften Mitbringsel und schlenderten durch die Festivalmeilen des Fringe- Festivals. Zu guter Letzt hatten wir, wie letztes Jahr in Island, das Glück ein spektakuläres Feuerwerk anzuschauen und so unsere Fahrt perfekt abschließen zu können. Am nächsten Tag gings dann nur noch in den Flieger und wieder über London nach Hause, wo uns wie beim Abflug, schlechtes Wetter und Schienenersatzverkehr willkommen hieß.

Alles in Allem waren alle wieder glücklich zuhause mit einer heißen Dusche, leckerem Essen, frischen Klamotten und einem weichen Bett zu sein. Aber diese Fahrt wird wohl keiner so schnell vergessen und gibt Stoff für Geschichten an die Enkelkinder 😉

Kathi